Integration - gemeinsam ist vieles möglich

Individuelles Eingehen auf das Kind ist nur in einer überschaubaren, kleineren Gruppe möglich. Damit pädagogisch sinnvoll gearbeitet werden kann, ist eine Reduzierung der Gruppenstärke auf 15 Kinder erforderlich.
Im Hinblick auf eine ausgewogene Gruppenbildung ist ein Verhältnis von vier bis fünf Kindern mit Behinderung und zehn bis elf Kindern ohne Behinderung in einer alters- und geschlechtsgemischten Zusammensetzung zu beachten.
Der integrative Kindergarten ist ein Lebensraum für die gemeinsame Erziehung und Bildung von Kindern mit und ohne Behinderung.

Für uns beduetet das:

  1. Die Aufmerksamkeit für einander soll geweckt werden, um Einfühlungsvermögen zu vertiefen und Vertrauen Akzeptanz und Toleranz aufzubauen.
  2. Kinder mit einer Behinderung wachsen in ihrer gewohnten Umgebung auf.
  3. Integration bedeutet das Zusammenleben von Kindern mit und ohne Behinderung nicht als Nebeneinander, sondern als freiwilliges und geplantes Miteinander.
  4. Im Zusammenleben werden Barrieren, die jede Andersartigkeit mit sich bringt, abgebaut.
  5. Die nichtbehinderten Kinder erfahren, dass "Behindertsein" differeziert gesehen werden muss, dass z.B. ein körperbehindertes Kind in anderen Kompetenzbereichen wie Intelligenz und Sozialverhalten durchaus nichtbehindert sein kann.
  6. Integration ist auf das Zusammenleben in allen Sozialformen bezogen. Dazu gehören Elternhaus, Schule und Gesellschaft im weitesten Sinn.